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Dies soll nur ein grundsätzlicher Hinweis sein, ohne konkret ins Detail zu gehen.

Manch einer spielt mit dem Gedanken, in seinem Motor "schärfere" Nockenwellen einzubauen. Bitte hierbei nichts übertreiben!
Bei Nockenwellen werden u.a. Öffnungswinkel und Ventilhub angegeben. Nun könnte man meinen, je grösser die Öffnungszeiten und je höher der Ventilhub, desto besser für die Füllung. Dies ist jedoch ein trügerischer Schluss.
Grosse Öffnungszeiten (und somit Ventilüberschneidungen) bedeuten einerseits, dass mehr Frischluft angesaugt wird. Es ist jedoch auch so, dass die Auslassventile länger geöffnet sind, während die Kolben wieder Richtung OT gehen. Hiermit will man erreichen, dass alte Luft -die sich noch von dem vorherigen Verbrennungstakt im Zylinder befindet- hinaus gedrückt wird. Hierbei geht jedoch ebenso Luft verloren, die eigentlich für die Verdichtung und Verbrennung benötigt wird. Aus diesem Grund werden bei Motoren mit solchen Extremnockenwellen auch Kolben mit Verdichtungen von 13:1 und mehr verwendet; eben um den "Kompressionsverlust" (durch grosse Öffnungszeiten) zu kompensieren. Dies sind reine Rennmotoren, die ihr max. Drehmoment auch erst bei hohen Drehzahlen erreichen.
Wenn man also in den Motor andere, "schärfere", Nockenwellen einbauen will, nicht unbedingt zu denen mit den grössten Werten greifen. Wenn man hier übertreibt, ist man nach dem Unbau schlechter dran, als zuvor mit den originalen Nockenwellen.

Was auch nicht unbeachtet bleiben sollte: wie ober erwähnt gelangen durch die grösseren Öffnungszeiten mehr (z.Tl. unverbrannte) Abgase durch die länger geöffneten Auslassventile in den Auslasstrakt (Auspuffanlage). Dies bedeutet, dass sich die Abgaswerte verschlechtern. Bei Fahrzeugen, die eine Abgasuntersuchung bestehen sollen, hat man also nur beschränkte Möglichkeiten. Zudem wird (wenn vorhanden) die Lamda-Sonde zu hohe Werte registrieren und entsprechend zurückregeln; soweit ihr Regelbereich dies vermag.


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